Austernfischer brüten auf dem Obsthof

Wie der geschützte Vogel bei uns einkehrte

Obsthof Cordes - Blogbild Austernfischer

Im letzten Jahr kamen sie das erste Mal zu uns, zwei mittelgroße Vögel, schwarzweißes Gefieder, rote Füße und sehr laut. Sie ließen sich auf dem Gründach unserer Halle nieder und schickten sich an, zu brüten. Wir riefen beim BUND in Stade an und wurden aufgeklärt: es handele sich hierbei um den Austernfischer, er gehöre zu den Watvögeln, und wohne normalerweise im Wattenmeer der Nordsee.

Er sei eine gefährdete Vogelart und wurde deshalb zum Vogel des Jahres 2014 gewählt. Wir sollten am besten einen Krötenzaun um das Hallendach spannen, damit die Jungen nicht herunterfallen. Gesagt, getan, die Austernfischer brüteten, 3 Junge kamen zur Welt, alle drei konnten groß werden dank des Regenwurmreichtums unserer Obstböden und der nahen Elbe. Und sie besitzen noch eine andere außergewöhnliche Eigenart: sie warnen bei Gefahr alle anderen Tiere mithilfe schriller Warnschreie. Auch unsere Austernfischer waren nicht zu überhören: Hund Pauline bekam, sobald er das Haus verließ, eine ganze Schimpfkanonade zu hören, und auch wir wurden nicht verschont. Nachdem die Austernfischer die Jungen großgezogen hatten, flogen sie weg. Seitdem ist es wieder ruhig bei uns, fast zu ruhig. Darum hoffen wir auch, dass die Austernfischer in diesem Jahr wieder zu uns kommen, wir werden berichten!